Flüchtlingskriese

Tag 1 der anfänglichen Euphorie

7.September

Ist der Flüchtlingsstrom zu stemmen?

Deutschland ist mal wieder dabei, Resteuropa darüber zu belehren, wodurch sich gute von schlechten Bürgern unterscheiden. Als gut gelten die 99,9 % der Deutschen – so in etwa muss der Anteil der Zuwanderungsbefürworter sein (zumindest wenn man den Statistiken der gleichgeschalteten Politik- und Medienmafia glauben darf) – die ohne Vorbehalte alle Beladenen dieser Erde zu uns einladen. Der Werbeaufwand dafür ist enorm. Früher fuhren diese Beseelten nach Poona – heute dürfen sie bereits hier gut sein. Man kann den Polen, Engländern, Letten usw. nur zurufen: Widersetzt euch dem Drängen von Angela Merkel und ihrer Schanzen. Verweigert die ungezügelte Aufnahme von Flüchtlingen in eure Länder! Bleibt standhaft!

Klaus König, Haag

Viele der Diskussionen, die ich bis jetzt online oder auch in der Zeitung mitverfolgen konnte, drehen sich um die Frage: „Guter Bürger, hilfsbereit, schlechter Bürger, Nazi.“ Kaum einer traut sich noch seiner Meinung kund zu tun, da er gleich als Nazi abgestempelt werden könnte, sobald er nur im Entferntesten gegen die Flüchtlinge ist.

Viele sind auch der Meinung, die Politik wisse nicht weiter. So auch der nächste Kommentar:

Man hat das Gefühl, dass unsere Regierung nur noch taumelt. Frau Merkels Absichtserklärung „Wir schaffen das!“ ist nicht weit weg von dem Spruch „Schaun ma mal, dann seng ma scho…“ Ein klares Konzept ist nicht zu erkennen, man hört von der Bundesregierung auch keinerlei Überlegungen zu den langfristigen Konsequenzen der Masseneinwanderung. Wie soll es z.B. weitergehen, wenn die Wirtschaft nicht mehr brummt und die Steuerquellen nicht mehr sprudeln? Ist irgendwo eine Steuergrenze in Sicht? Wohin mit den vielen Leuten? Der Bürgermeister von Königsdorf hat es auf einer Info-Veranstaltung bereits ausgesprochen, nämlich dass notfalls „gar Zwangseinweisungen“ drohen würden. Die Regierung darüber hinaus auch ein Datenproblem zu haben: Wirtschaftsminister Gabriel hat auch bei seinem Auftritt in Heidenau auf eine Frage bezüglich des zu erwartenden Familiennachzugs erklärt, dass die Regierung von ca. 200 000 Personen ausgeht. Bei den für 2015 geschätzten 800 000 Migranten würde demnach im Schnitt nur jeder Vierte ein Familienmitglied nach sich ziehen. Wesentlich realistischer ist die umgekehrte Relation, nämlich dass jeder der 800 000 Migranten im Schnitt 4 Familienmitglieder nachfolgen werden. Das wären dann in den Folgejahren nochmal gut drei Millionen (allein aus 2015 generiert), sofern keine Abschiebungen erfolgen. Vermutlich ist Herrn Gabriel ein simpler Zahlendreher unterlaufen; er würde das Volk doch nie für dumm verkaufen wollen.

Wolfgang Feuerbacher, Icking

Sehr gut an dieser Stelle, der Kommentar von Germut Bielitz über die einfache Fragestellung eines Jungen an seinen Vater:

„Pappi, unsere Lehrerin hat gesagt, eine Million haben sieben Stellen. Wenn in diesem Jahr eine Million Flüchtlinge allein nach Deutschland kommen und der EU-Präsident die Verteilung von nur 12000 Flüchtlingen in Europa regelt, hat er dann nicht eine Null vergessen?“ „Ganz offensichtlich, ja.“

„Pappi, wenn von Januar bis März, das habe ich über die zehn wichtigsten Herkunftsländer gelesen, nur ein Drittel aus den Kriegsländern Syrien, Irak und Afghanistan und zwei Drittel vom West-Balkan gekommen sind, warum heißen die dann alle schutzsuchende Flüchtlinge?“ „Ich denke, weil das unsere Willkommenskultur befördern soll.“

„Pappi, wenn zwei Drittel der Flüchtlinge, wie ich gelesen habe, gar keine Schule oder höchstens Hauptschule besucht haben – ist dass das hohe Maß an Bildung eines Großteils der Flüchtlinge, von dem der Münchner Stadtrat spricht?“ „Nimm Dich in Acht. Wenn du das als Argument für Deine eigene Miserable Bildung nutzen willst, dann kannst Du was erleben!“

„Pappi, wenn der Oppermann im Bundestag sagt, bis zu 40.000 der 800.000 Flüchtlinge könnten mit ihrer Qualifikation dem deutschen Fachkräftemangel abhelfen, hat er auch etwas zu den übrigen 95% gesagt?“ „Soviel ich weiß, nein.“

„Pappi, wirst Du im neuen Schuljahr wieder als Ehrenamtlicher Deiner Mittelschule in der Übergangsklasse Migrantenkindern helfen, Deutsch zu lernen?“ „Ich glaube, ich kann nicht anders. Schließlich dürfen die Asylbewerberkinder nicht für die Werbekampagnen unserer Politiker büßen, hier sei für alle das Paradies auf Erden. Denn das war der ausschlaggebende Grund, warum ihre Eltern unter Inkaufnahme von Lebensgefahren unbedingt nach Deutschland wollten.“

Germut Bielitz, Grainau

Die bisherigen Kommentare zeigen den Missmut der Einzelnen, jedoch gibt es auch positiv gestimmte Bürger.

Deutschland hat nach dem Zweiten Weltkrieg auch viele Flüchtlinge aufgenommen, obwohl Deutschland noch in Schutt und Asche lag. Man hat es gestemmt. Auch die jetzige Lage stemmt die Bevölkerung. Wir müssen nur mitmachen und helfen.

Peter W. Hoyer, Haar

Was Herr Hoyer an der heutigen Situation wohl nicht erkennt, dass es schon für die deutschen alleine wenige Arbeitsplätze gibt. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste ein ganzes Land wieder aufgebaut werden, es wurden überall helfende Hände benötigt und die Flüchtlinge haben gut mit angepackt. Heute allerdings gibt es in Deutschland auch ohne die Flüchtlinge viele Hilfsbedürftige, denen nicht geholfen werden kann. 800.000 Menschen mehr wird dieses Land nicht stemmen können. So auch Maria-Luise Steiner aus München:

Europa braucht weder die AfD noch einen Dr. Gauweiler – seine eigene Demontage erledigt es durch den unfähigen Umgang mit der Flüchtlingsfrage und dem Griechenlandproblem. Maria-Luise Steiner- Muschiol, München

Sie demonstriert vehement gegen die politische Führung. Der nächste Kommentar scheint mir kompetenter, jedoch auch sehr ablehnend der Politik entgegen und auch dem Flüchtlingsstrom:

Wenn Ungarn Regierungschef Orban davon spricht, dass das Flüchtlingsproblem vor allem ein deutsches Problem sei, so hat er nicht ganz Unrecht. Politische und Wirtschaftsflüchtlinge werden von den im Verhältnis zu anderen EU-Ländern üppigen Leistungen, den langen Verfahrensdauern und der laschen Handhabungen beim Umgang mit abgelehnten Bewerbern angezogen. Den Menschen ist nicht zu verdenken, wenn sie das Land aussuchen, das ihnen die besten Leistungen und Schlupflöcher bietet. Die Flüchtlingspolitik des Bundes und der Länder hat kläglich versagt. Obwohl absehbar war, was auf uns zukommt, hat die Politik nicht agiert, sondern nur zögerlich reagiert. Sie wurde von den Flüchtlingen überrollt. Man spricht davon, wie wichtig es ist, Zeichen zu setzen; von sicheren Herkunftsländern, einer dringend notwenigen Beschleunigung der Verfahren und falschen Anreizen, die Flüchtlinge regelrecht anziehen. Aber nichts Greifbares ist bisher geschehen. Man verlässt sich auf das Engagement der Staatsbürger, ohne die eine adäquate Versorgung gar nicht mehr möglich wäre. Erwin Michael Kinateder, Murnau

 

Millionen von Armutsmigranten aus aller Welt wollen nicht irgendwo hin, sondern erklärtermaßen nach Deutschland (warum nur?) – und hierzulande ist man begeistert und jubelt: Aber bitte! Nur hereinspaziert, je mehr, desto besser! Andersdenkende werden unnachgiebig verfolgt und bestenfalls als ausländerfeindlich, sonst aber als „braunes Pack“ diffamiert. Die anderen europäischen Länder machen diesen selbstzerstörerischen Unfug natürlich nicht mit und werden sich auch nicht dazu zwingen lassen – wozu auch? Bei uns gibt es doch finanzielle Mittel, Wohnungen, Arbeitsplätze, Schulen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten etc. in Hülle und Fülle. Also: Wo ist das Problem?

Andreas Bauer, München

Viel Sarkasmus, viel Ironie machen das Ganze noch trauriger. Und vor allem zeigt es die Stimmung der Bürger, denn nicht viele sind gut auf die Flüchtlingssituation zu sprechen. Eins ist sicher, so sagt es auch Schäuble: „Diese große humanitäre, politische und kulturelle Herausforderung wird Deutschland verändern.“

Tag 2 Es greift unser Sozialsystem an

8.September

Flüchtlingswoge wird über unserem Sozialsystem zusammenschlagen

 

Ein Foto ging um die Welt und zeigte die Dramatik der Situation. Jedoch empfinden selbst dieses Bild die Menschen unterschiedlich. Viele berührt dieses Bild, ein Leser kommentiert „Die Redaktion des Münchner Merkur entschied, das wichtigste Foto des Jahres 2015 nicht zu bringen. Für mich, der 50 Jahre Journalismus hinter sich hat eine völlig unverständliche, nicht nachvollziehbare Entscheidung. Sind wir schon wieder soweit, dass die Chefredaktion entscheidet, was der Abonnent lesen darf?“ (Dieter Ulrich, Tutzingen). Oder Helmut Filser, aus Garmisch-Partenkirchen, der schreibt „R.I.P. kleiner Aylan, gestorben auf der Flucht, angelockt von einer falschen europäischen, und vor allem deutschen Asylpolitik. Von Politikern, die dafür verantwortlich sind, mit ihrer Willkommenskultur Hunderttausende auf eine lebensgefährliche Reise zu locken. R.I.P kleiner Aylan, instrumentalisiert von der Presse, die bei aller Aussagekraft des Bildes nicht vergessen sollte, dass […] jeden Tag viele andere Kinder durch islamistischen Terror ums Leben kommen.“

Umstrittene Meinungen gibt es auch an diesem Tag über die Lösungsdebatte. Anton Krahl schreibt, es sollte „möglich sein zu überprüfen, ob dieses unsägliche Dilemma nicht am Ursprung zu bekämpfen ist […] dann würden wir Bürger diese Tragödie dann vielleicht auch mit anderen Augen sehen.“ Wolfgang Moritz aus München hat „den Gesinnungsterror der Politik und der Menschen gründlichst satt“ und da ist er wohl nicht der Einzige. Viele sind „geängstigt und frustriert“. „Wir sollten aufhören, uns in aller Welt als Paradies anzupreisen, und nicht den Fliegenfänger für alle in weniger Wohlstand Lebende spielen, sondern Klartext reden und sagen, dass wir eine Völkerwanderung nie verkraften.“

Es ist klar ersichtlich, dass viele der Menschen Angst haben. Auch darüber, dass nicht klar ist, wie viele Probleme wir in Deutschland auch ohne Flüchtlinge haben. „Wir haben in Deutschland eine immer größer werdende Alters- und Kinderarmut, zu wenig bezahlbaren Wohnraum, ausfallende Unterrichtsstunden usw., wo ist da die Solidarität von Staat und Mitbürgern?“, schreibt Ralph Daniel aus Holzkirchen. „Wenn unser Bundespräsident sagt, ein Teil von Deutschland ist dunkel, kann ich das nur erwidern: Wenn das so weitergeht, dann gehen bei uns ganz schnell die Lichter aus und dann wird es wirklich dunkel! Die Zeche dieser Politik müssen unsere Kinder und Kindeskinder tragen. Bei allem Mitgefühl – man kann nicht die Bevölkerung ganzer Staaten bei uns aufnehmen und sagen: „Wir sind ein reiches Europa, wir schaffen das schon.“ Europa sollte seine Macht nutzen und die Politik mit der Hilfe in den Ländern beginnen, in denen Chaos herrscht.“ Mit dieser Meinung steht er nicht alleine.

Tag 3 Wie wird es weiter gehen?

9.September

Entschlossenheit, statt Euphorie

 

Anne Kretzschmar aus Gröbenzell stellt die richtigen Fragen: „1. Die Flüchtlinge der ganzen Welt wollen unbedingt nach Deutschland, nicht woandershin. Warum ist das so? 2. Der überwiegende Teil der Flüchtlinge ist muslimischen Glaubens. Muslimische Staaten, die im Ölgeld schwimmen, tragen keinen Cent zu den Kosten für ihre geschundenen Glaubensbrüder bei. Warum ist das so? 3. Der Herren Juncker und Schulz von der EU, die bei den Bankenrettungen jeden Tag mehrmals zu den Kameras drängten, sind bei der Flüchtlingskrise komplett untergetaucht. Warum ist das so?“

Fragen über Fragen und kaum Antworten und Lösungen. Immer noch versteht keiner die Flüchtlingspolitik und die Aussagen der Politiker schon zweimal nicht. Viele sind voller Ärger, so auch Erich Maier aus Weilheim. „Da geht der Kanzlerin doch das Herz auf. Hundert Flüchtlinge am Bahnhof mit Postern von Mutti Merkel. Ja, unsere Merkel hat was drauf. Bankenrettung, Griechenlandrettung, Flüchtlingsrettung – mit unvorstellbaren Milliarden-Beträgen. Unsere eigenen Rentner, die das ganze Leben geschuftet haben, und die Deutschland nach dem Krieg aufgebaut haben, müssen bei der Tafel um ein paar halbverrottete Bananen anstehen, weil sie zu wenig Rente haben, um sich vernünftig einzudecken. Ich wette, das Problem wird Mutti Merkel noch einmal einholen. Aber dann ist Mutti weg in ihrer Datsche in er Uckermark und lässt es sich gut gehen.“

Viel Ironie und Sarkasmus schwingen bei den meisten Kommentaren mit. Werner Rümke aus Poing schreibt „So oder so, Herr Gabriel: Ein Land, in dem ein Mensch Geld bekommt, ob er arbeitet oder nicht, ist das gelobte Land.“ Auch er ist der Meinung, dass wir durch unseren Waffenhandel selbst schuld sind. „Für was brauchen wir die Waffen, wenn wir keinen Krieg mehr wollen?“ Er bringt es auf den Punkt, denn „warum gibt es Flüchtlinge? Krieg, Armut, schlechte Zukunftsaussichten, Korruption und Politiker, die ihre Taschen nicht voll kriegen.“ Wir tun so als wüssten wir nicht, wieso Flüchtlinge unbedingt nach Deutschland kommen wollen, wieso es überhaupt welche gibt. Er gibt gute Anstöße darüber nachzudenken, dass wir mit unserer Politik selbst daran schuld seien.

Tag 4 die Euphorie ertrinkt in der Flut

10.September

Was nun Flüchtlings-Kanzlerin?

 

Immer mehr Asylanten/Flüchtlinge/Migranten strömen nach Deutschland. Doch warum werden es immer mehr? Warum wollen alle unbedingt nach Deutschland und bleiben nicht in Libyen oder der Türkei, wo sie genauso sicher sind?

Besonders die Medien sollten bei der Wortwahl etwas nachdenklicher und sorgfältiger sein. Der Begriff Asylant hat zwar mittlerweile wegen einiger Missbrauchssituationen einen faden Beigeschmack, trifft aber die derzeitige Realität besser als die Bezeichnung Flüchtling. Dann würden sich auch die unsäglichen Vergleiche mit der deutschen Geschichte von und nach 1945 verbieten. Auch sollte man die momentane Euphorie der sogenannten Willkommenskultur nicht übertreiben oder gar zum Event mit Kamera-Begleitung erheben. Dieses falsche Hochgefühl lässt nämlich bald nach und Ernüchterung macht sich breit. Schließlich haben nicht wenige der Asylsuchenden auf dem Weg zu uns einiges riskiert. Mit ähnlicher Entschlossenheit werden sie möglicherweise auch reagieren, wenn sie sich von den Strapazen erholt haben und dann allzu lange auf den ersehnten Wohlstand warten müssen.

Gern Liebchen, München

Seit Wochen hört und liest man zum Thema Flüchtlinge nur noch den positiven politisch korrekten Mainstream, schreibt der Zollinger Rudi Proschko, für den das Thema überall allgegenwärtig ist. Man müsse es differenziert betrachten und nicht alles glauben was die Medienwelt von sich gibt. Im Netz gibt es hunderte Bilder, die den Deutschen und Österreichern verborgen bleiben, um die Angst vor den Flüchtlingen gering zu halten.

Es ist kurios, denn laut Kardinal Marx haben alle das Recht aus und einzuwandern. Demnach dürften das auch 1,5 Millionen Chinesen. Was die Rechtsfrage der Asylsuchenden und Asylbeantragenden angeht muss sich in Deutschland einiges tun. Es dauert 9 Monate bis ein Asylantrag durch ist, zum Vergleich dauert es in den USA 2 Tage, in Schweden 2 Wochen. Wiederum darf in Deutschland der Asylantrag ausgesessen werden, was bedeutet, dass der Asylbeantragende weitere Monate im Land bleiben darf um dann einen neuen Antrag zu stellen. Arbeiten darf ein Asylbeantragender aber sowieso erst nach 18 Monaten. Was würden wir wohl tun, wenn wir eingesperrt mit 200 weiteren Menschen auf einem Dorf im Nirgendwo 18 Monate lang aussitzen müssten? Die Menschen fügen sich nur so gut in eine Gesellschaft ein, wie sie gelassen werden. Wir haben politisch viele Defizite, die schnellstmöglich beseitigt werden müssen.

Doch an dieser Stelle wurde München/Bayern in den ersten Tagen der Flüchtlingskrise alleine gelassen. Wozu gibt es einen Solidaritätszuschlag? Warum diesen nicht für Flüchtlinge her nehmen? Nein, wir Bayern müssen das auch alleine schaffen.

„Gemeinsam haben die Kanzlerin und ihr Stellvertreter diese unkontrollierte Einreise in unser Land ermöglicht und weitere Signale gegeben, an alle in der Welt, die auf gepackten Koffern sitzend, zu uns zu kommen.“, schreibt Johann Neumeier aus Unterammergau, doch auch er stellt sich die Frage, wer wird das alles finanzieren und vor allem, wer wird zur Verantwortung gezogen? Wer sagt uns, wie wir das alles stemmen sollen? Wie sollen „Personen aus einem anderen Kulturkreis […] bei uns integriert werden?“ Mit Gewalt? Die Frage stellt sich Johannes Christl aus Seeshaupt. Er ist der Meinung, dass „das lasche Verhalten unserer Politiker dazu beitragen wird, dass sich Gewalt gegen Flüchtlinge vermehrt zeigen wird.“ Astrid Poppenwimmer aus Altenau hingegen will alle Rechtsradikalen nach Syrien schicken und dort für Frieden kämpfen lassen, „dann kehren die Syrer alle wieder heim. Hier brauchen wir keine Kämpfe, vor allem nicht gegen Flüchtlingsheime.“ Der Meinung sind viele Deutsche, jedoch sind sie gegen noch mehr Flüchtlinge in unserem Land. Dieter Wolff aus Dachau schreibt „Ich bin kein Rassist, aber all die verschiedenen Kulturen und Religionen zu integrieren, wird nicht klappen.“ Er ist erschüttert darüber, dass „viele geplante Gelder, wie für Kitas usw. zurück stecken müssen. Auch Josef Sporer aus Seeshaupt denkt, „Wir sind doch jetzt schon nicht ausreichend in der Lage, den bereits hier befindlichen Migranten unsere Mindestwertestandards erfolgreich zu vermitteln.“ Herbert Gaiser aus München fordert sogar „die Bundesanwaltschaft auf, Klage zu erheben gegen Angela Merkel und andere, weil sie es unter grober Verletzung bestehender Gesetzt ermöglicht haben, dass Terroristen ungehindert in Deutschland eingeschleust werden. Dadurch ist die Sicherheit unserer Bevölkerung extrem gefährdet“

Tag 7 Unsicherheit macht sich breit

13.September

Hunderttausend Flüchtlinge: Was tun?

 

Mit ihrem unüberlegten Schnellschluss zu dem Flüchtlingsansturm in Ungarn und Österreich, der praktisch eine Außerkraftsetzung aller EU-Gesetzte und Verordnungen bedeutete oder so wahrgenommen wurde, hat die Bundeskanzlerin uns Deutschen und vor allem uns Münchnern in eine schier ausweglose Überforderung mit der Durchführung einer menschenwürdigen Aufnahme der zu Tausenden ankommenden Flüchtlinge gebracht – und ist, scheinbar, abgetaucht. München steht jetzt, fast, alleine da! Einzig und allein ist NRW bereit, im Rahmen der dortigen Möglichkeiten zu helfen. Die ehrenamtlichen Helfer sind am Ende ihrer Kräfte. […] Die westdeutschen Länder, aber vor allem die ostdeutschen Länder zeichnen sich in ihrer Abwehrhaltung besonders aus, obwohl es dort Leerstand in Hülle und Fülle gibt. Das nennt man – und ist sogar noch stolz darauf – Solidargemeinschaft.

Josef Triebenbacher, München

Wir werden von einem Flüchtlings-Tsunami überrollt. Alle die Gutmenschen, die noch willkommen rufen, werden schnell verstummen, wenn die Folgen in den nächsten Jahren sürbar werden. Wenn die Sozialsysteme die Belastungen nicht mehr tragen können und alle mit Kürzungen zurechtkommen müssen. Wenn die Steuereinnahmen nicht mehr so sprudeln. Wenn ein Flüchtlingssoli eingeführt werden muss. Wenn Hunderttausende auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt drängen. Kein Land der Welt lässt so ungehindert Flüchtlingsströme in sein Land, wie wir. Für dieses unbedachte Verhalten werden wir noch den Preis zahlen müssen. Sicher mit Wohlstandseinbußen. Wenn dem Esel zu wohl ist, geht er auf Eis. Warum erkennt das niemand? Wann wird die Politik endlich handeln?

Thomas Bernthamer, Ebersberg

Wie man merkt sind viele der Kommentare mit Angst versehen. Viele wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Keiner kann sich mehr auf die Politik und deren Entscheidungen verlassen. Aktionen, wie die Grenzen schließen, sie überwachen, Züge zu stoppen und wieder fahren zu lassen, zeigen die Unfähigkeit der Beamten mit der Situation umzugehen. Diese Tatsache macht sich im Volk bemerkbar.

Tag 8 Lösungsvorschläge müssen her

Deutschland schließt Grenzen, Österreich zieht mit, Ungarn nun auch, jedoch in Form eines Stacheldrahtes

Im Notfall kann man, typisch deutsch, nicht lange Schaufensterreden und moralisierende Kanzelworte halten oder unverbindliche Konferenzen einberufen. In solchen Momenten sind mutige, kurzentschlossene Entscheidungen gefragt. Diesmal hat die deutsche Bundeskanzlerin die Situation nicht ausgesessen, sondern hat das kleinere Übel gewählt und entschieden. Das sollte auch ein bayerischer Ministerpräsident akzeptieren und nicht als Polterer die deutsche Bundeskanzlerin öffentlich vorführen. Etwas mehr Diplomatie und vor allem unionsintere Kommunikation wären durchaus angebracht gewesen.

Jürgen Engelhardt, Stephanskirchen

    Seehofer bleibt bei Kritik an Merkelhorst-seehofer-350309_640

Die ungeregelte Einreise von Flüchtlingen bedeute einen Bruch europäischen Rechts und sei nicht hinnehmbar, kritisierte der CSU-Chef weiter. „Die Flüchtlingsaufnahme und die Verfahren müssen an den Außengrenzen Europas stattfinden. Es kann nicht sein, dass die Flüchtlinge völlig unkontrolliert und nicht registriert in unser Land kommen.“

Er erneuerte zugleich seine Kritik an der Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von Anfang September, die Flüchtlinge von der ungarischen Grenze unbürokratisch einreisen zu lassen. „Ich bleibe dabei: Das war ein Fehler, der sich nicht wiederholen darf“, sagte Seehofer.

„Deutschland allein kann die Folgen dieser Völkerwanderung nicht bewältigen“, sagte Seehofer weiter. „Hier sind Europa und die Welt gefordert.“ – Horst Seehofer

Tag 10 Diskussion über Diskussion

16.September

Europa senkt die Schlagbäume

Aufgeschreckt durch brennende Flüchtlingsunterkünfte haben die demokratisch orientierten Medien unisono Partei für alle Flüchtlinge ergriffen. Die geschilderten Schicksale haben uns mit Recht gerührt und führten zu Sympathiebekundungen und tätiger Hilfe. Mir, als Großmutter, lag es bisher besonders am Herzen den Flüchtlingskindern zu helfen. Aber den absolut größten Vogel hat unser Finanzminister abgeschossen! Nach seiner Aussage gibt es keinen Grund sich um die Asylbewerberkosten zu sorgen, es sei genügend Geld da. Wo war denn dieses Geld versteckt als unsere Erzieher für ihre Leistung eine bessere Besoldung bekommen wollten und deshalb streikten? Wir Großeltern, Freunde und Nachbarn waren gefordert für die Kleinkinderbetreuung einzuspringen. Und nun ist auf einmal genügend Geld da!                                            Gerlinde Schanze München

Auch Peter Wukowic aus Irschenberg schreibt bestürzt über die Leichtigkeit der Flüchtlinge, sich in Deutschland länger aufzuhalten. Denn „wenn Menschenmassen in diesem Ausmaß, wie es zurzeit der Fall ist, nach Deutschland einreisen möchten, ist es das mindeste, dass ihre Identität feststellbar sein muss. Wenn ein großer Teil ohne Personalien hier erscheint, steckt eine gewisse Taktik der Verschleierung dahinter, um Asylverfahren in die Länge zu ziehen und durch falsche Angaben sich einen Aufenthalt hier zu erschleichen. Daher ist es oberstes Gebot, Personen die sich nicht ausweisen können, die Einreise zu verweigern, denn ohne Papiere hier zu erscheinen, ist volle Absicht.“

Fazit von Dr. Gerd von Laffert aus Emmering: „Weniger moralische Arroganz und dafür mehr Demut und das Eingeständnis eigener Fehler stünden der Bundesregierung gut zu Gesicht. Das würde Europa guttun und vielleicht vernünftige Kompromisse ermöglichen.“

„Ist es vorstellbar, dass Bundeswehr-Kampftruppen im Rahmen eines robusten UN-Mandats nach Syrien ziehen, um das Land zu befrieden, während sich zur selben Zeit fröhliche, wehrfähige Syrer von eifrigen deutschen Samariterinnen zum Schwimmunterricht oder aufs Volksfest führen lassen?“ Karl Heinz Bölter senior aus Lenggries schreibt aus Erfahrung. Auch Jürgen Selzer aus München schreibt „Man muss nicht unbedingt ein rechtsradikaler Rabauke sein, um festzustellen, dass die Mehrheit der Deutschen fremdenfeindlich gestimmt ist, weil sie sich ihres Rückhaltes in eigenen Land beraubt sieht.“

Fazit von meiner Seite

Es gibt kaum ein nervenaufreibenderes, anstrengenderes Thema als die Flüchtlingsdebatte. Die deutsche Bevölkerung ist müde und genervt von der Politik in unserem Land. Immer dieselben Pro und Contras, dieselben Reden und Ausreden unserer Politiker und keine Lösungen in Sicht. Es wird nichts unternommen, man kommt sich vor als wenn man im Regen stehen gelassen wird. Man wird gezwungen, durch Medien und Politik, zu helfen. Man hat im Endeffekt keine Meinungsfreiheit mehr, denn wer dagegen ist, wird als Rechtsradikal verurteilt. Nur wenige haben noch Lust über dieses Thema zu diskutieren. Denn der Großteil der Bevölkerung hat eh kein Mitspracherecht. Es wird über unseren Köpfen hinweg entschieden und wir können nichts dagegen tun, als zuzusehen, wie unser Land überflutet wird. Es wird noch sehr heikel werden in Deutschland. Das ist erst der Anfang.